
Bulgarien
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БЪЛГАРИЯ
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Einleitung:
"Gib mir keinen
Reichtum, gib mir einen guten Nachbarn" lautet ein altes bulgarisches
Sprichwort.
Bulgarien ist für viele Leute noch relativ unbekanntes Land. Am
ehesten kennt man da noch die Strände am Schwarzen Meer. Diese
Region hat in den letzten Jahren einen enormen
Aufschwung aus dem Westen bekommen. Die Hotels und
Badestrände sind sehr zu empfehlen. Aus unserer Sicht, bleibt
allerdings zu hoffen, dass sich die Bulgaren ihren Charm bewahren und
sie sich nicht von den Touristen unterkriegen lassen.
Bis heute sind hier noch keine Zustände wie
auf Malorca zu finden. Ich befürchte aber
das mit dem Ansturm aus dem Westen, auch das ändern wird.
Wir durften noch ruhige Ferien mit interessanten Kontakten am Goldstrand erleben.
Wer sich nicht nur für Sonne und Wasser interessiert,
findet auch am Schwarzen Meer richtige Juwelen an Ortschaften und
Sehenswürdigkeiten. Einige davon will ich auf dieser Seite
näher vorstellen. Unsere Aufenthalte in Bulgarien möchte ich
nicht missen. Wir durften ein Land kennen lernen welches viel Hertz und
Charm ausstrahlt. An dieser Stelle möchte ich auch unseren Freunden
aus Pazardjik herzlich für die Gastfreundschaft danken die wir bei
ihnen geniessen durften.
Geographie von Bulgarien
- GESAMTFLÄCHE: 110'910 km2; LANDFLÄCHE: 110'550 km2
- GRÖSSENVERGLEICH: Etwa dreimal so gross wie die Schweiz
- GRENZEN: 1'881 km; Griechenland 494 km, Mazedonien 148 km,
Rumänien 608 km, Serbien und Montenegro 318 km, Türkei 240 km
- KÜSTENLÄNGE: 354 km
- RELIGIONEN: Bulgarisch-Ordodoxe 85%, Moslems 13%, Juden 0,8%,
Römisch-Katholische 0,5%, Uniiert-Katholische 0,2%, Protestanten,
Gregorianisch-Armenier und andere 0,5%
- SPRACHEN: Bulgarisch; Zewitsprachen enstrechen den ethnischen
Zugehörigkeiten
- HAUPTSTADT: Sofia
- OFFIZIELLER NAME: Rebublik Bulgarien
- FLAGGE: Drei gleich breite horizontale Streifen in den
Fraben weiss (oben), grün und rot, das ehemalige Nationalsymbol im
weissen Streifen an der Mastseite wurde entfernt. Es bestand aus einem
aufgerichtetem Löwen in einem Ährenkranz unter einem
fünfstrahligen Stern und darüber einem Schriftband mit den
Jahreszahlen 682 (Gründung des ersten bulgarischen Staates) und
1944 (befreiung von der Beherrschung durxch die Nazis)
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- WÄHRUNG: Lew (Plural - Lewa); 1 Lew = 100 Stotinki
- SCHRIFT: Kyrillische Schrift (Alphabet)
Nessebar / Несебър (Bilder)
Ein Ort der im Weltkulturerbe der UNESCO seit 1983 eingetragen ist. Die
Halbinsel ist durch einen 400m lange Landenge mit dem Festland
verbundnen. Auf der Halbinsel können Kirchen aus mehreren
Jahrhunderten bewundert werden. In keinem anderen Ort Bulgariens sind so
viele mittelalterliche Kirchen verschiedener Jahrhunderte erhalten
geblieben. Die Häuser sind im typischen Stiel für das
alte Bulgarein gebaut. Interessant ist das dass Erdgeschoss in der Regel
im Grundriss kleiner ist als die übrigen Stockwerke.
Im 6. Jahrhunder v. Chr. wurde die Stadt durch die Griechen in
eine lebhaftes Handeslzentrum umgewandelt. Der Name Messembria wurde
dabei bewahrt. Ueberreste der Befestigung die grösstenteils im Meer
versunken ist, kann bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurückdatiert
werden. Die Stadt wurde von der Römischen Herrschaft nicht
betroffen und blieb unabhängig, bevor sie Teil von Byzanz wurde,
wie der ganze Balkan.
Es ist doch wichtig zu bemerken das Nessebar 100% auf Touristen
eingestellt ist. Die Souvenirläden verstecken zum Teil die
wunderschönen Häuser, so das man vor lauter Krimskrams die
Fassade nicht mehr sehen kann. Die Lage der Insel und ihr Charm, ist
aber ein muss für einen Besuch, für jeden der in Bulgarien
Badeferien macht.
Goldstrand / Златни Пясъ (Bilder)
Der Name steht für den wunderschönen Sandstrand welcher in
einen Goldfarbenen Band zum baden lockt. Hier finden sich auf mehreren
Kilometern dem Starand entalg, sehr schöne Hotels mit einer
Autofreien Starndpromenade.
Varna / Варна (Bilder)
Steinzeitfunde weisen auf die frühzeitige Besiedlung dieser Region
hin. Die eigentliche Stadtgründung datiert aber auf das Jahr 570v.
Ch., als kleinasiatische Griechen aus Milet die Stadt Odessos
gründeten. Slawische SIedler verlihen ihr schliesslich den heutigen
Namen. Eine Sehenswürdigkeit ist die von 1880 bis 1886 errichtete Kathedrale, eine dreischiffige
Kuppelkirche in neobyzantinisch-neoromanischem Stil.
Als wir das Aquarim besucht haben
(2002), war es leider innen nicht mehr in einem sehr guten Zustand. Die
Bulgaren haben aber bewiesen, dass sie innert kürzerster Zeit sehr
viel herrichten können (dafür war das Gebäude von aussen
um so schöner anzuschauen)
Varna bietet für Fussgänger eine grosse Autofreie Zohne, in
welcher man sehr gemütlich spazieren kann. Die vielen
Geschäfte laden zum Einkaufen oder zum verweilen in einem
Gartenrestaurant.
Pazardjik / Пазарджик
Einen Abstecher wert ist die 36km westlich von Plovdiv gelegene Stadt
Pasardjik (82'000 Einw.) Bis 1934 trug die Stadt den Namen Tatar Pazardjik, was auf ihre
Gründung im 15. Jh. durch Tataren aus dem südlichen Russland
hindeutet. Ihre verkehrsgünstige Lage führte zu einer so
starken Entwicklung der Handelsaktivitäten, dass die Stadt vor 100
Jahren bedeutender als Sofia war. Etwa 20 Moscheen soll es hier gegeben
haben und die grosse Karawanserei konnte 3000 Pferde und 2000 Kamele
unterbringen. Klimatisch liegt Pazardjik zwischen dem Bereich des
Mittelmeeres und des Kontinental Klimas. Das hat zur folge, dass es im
Winter bis zu minus 10 Grad und zu viel Schnee kommen kann.
Allerdings setzt der Frühling oft schon Anfang März ein
und der Herbst beginnt meist erst im Oktober. Im Sommer werden nicht
selten Temperatruren bis zu 35 Grad erreicht. Das Wahrteichen der Stadt
ist die alte Post. Die Alte Post wurde im Jahr 1911 von dem Architekten
Pencho Koichev gebaut, der in der belgischen Stadt Gand Architekur
studiert hat. Die Alte POst ist ein architektonisches Denkmal der
bulgarischen Kultur. Ein anderer Name der Alten Post ist "der
Glockenturm" oder "die Uhr", wegen des schönen Turmes. Die Alte
Post befindet sich am Anfang der Grossen Fussgängerzone von
Pazardjik mit ihren vielen kleinen Geschäften und Restaurants. 1994
gab es ein grosses Feuer in der Alten Post. Sie brannte bis auf die
Aussenwände völlig aus. Aber inzwischen wurde sie mit Spenden
der Bevölkerung und Unternehmern der Stadt wieder komplett
restauriert.
Einen Besuch wert sind unter anderen auch die Ethnographische
Ausstellung des Heimatkundemuseums und das Museum "Konstantin Velichkov"
welcher ein bedeutender Vertreter und Revulöutionär der
Wiedergeburtszeit, Kämpfer für nationale Unabhängigkeit,
Politiker im befreiten Bulgarien Schriftsteller, Poet, Uebersetzer und
Maler.
Plovdiv / Пловдйв (Bilder)
Plovdiv ist die zweit grösste Stadt Bulgariens. Die Altstadt von
Plovdiv wurde auf drei Hügeln errichtet. Archäologische
Zeugnisse verweisen auf Siedlungen bereits aus der Steinzeit. Seit dem
2. Jt. v. Chr. errichteten Thraker auf den umliegenden Hügeln
befestigte Ansiedlungen. Die Stadt mit ihren vielen alten Bauwerken und
dem Amphitheater ist auf alle
fälle einen Besuch wert. Das im Jahre 1846 errichtete Haus
Kojumdzhioglu, ist heute ein Ethnografisches
Museum . Durch das Hissar Kapija,
ein Tor der spätantiken Festungsanlage, gelangen sie zu einem der
schönsten Häuser der Altstadt, dem Georgiadi-Haus, in dem das "Museum der
bulgarischen Wiedergeburt und Befreiungskämpfe" residiert.
Bachkovo Kloster / Бачковски Ман. (Bilder)
Obwohl es nach dem Rila-Kloster das zweitgröste Kloster Bulgariens
ist und ein fast ebenso beliebtes Ausflugsziel darstellt, vermag
Bachkovo dennoch Besinnlichkeit und Lebendigkeit gleichzeitig
auszustraheln. Bachkovo wurde 1083 von den aus Georgien stammenden
adligen Brüdern Gregorios und Abdsios Bakuriani gegründet. Es
trug damals den Namen "Kloster der heiligen Gottesmutter von Petritsch".
Das grosse Klosterpanorama von Alexi Atanassov aus der Mitte des 19. Jh.
im südlichen Teil des Klosterhofes zählt zu den grössten
Wandmalereien der Balkanhalbinsel.
Diverses aus Bulgarien (Link)