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Diverse Informationen


Marteniza

Ein Volksbrauch aus thrakischen Zeiten wird am 1. März gefeiert. Man schenkt allen Freunden und Bekannten die sogenannten marteniza. Die Martenizi sind verbunden mit Wünschen für Glück, Liebe und Gesundheit. Ursprünglich sind es zwei zusammengedrehte Wollfäden in roter und weisser Frabe. Heute sind sie meist mit zwei rotweiße Bommeln oder Püppchen ergänzt.

Die marteniza beruhen auf einer alten heidnischen Tradition. Man trägt sie im beginnenden Frühjahr an der Jacke oder als Armreif am Handgelenk. Zum Frühlingsanfang oder wenn der erste Busch zu blühen beginnt, hängt man die marteniza an einen Baum, damit das bunte Anhängsel von einem Storch gesehen wird und er es mitnehmen und dem Glück hinterhertragen kann.

Der 1. März ist der Tag von “Baba Marta” und jeder trägt diese kleine Schmuckstücke aus roten und weissen Wollfaden

Wenn Sie Glück haben am 1. März in Plovdiv (oder irgendwo anders in Bulgarien) zu sein, mit Sicherheit werden Sie bemerken, dass jeder Mensch diese kleinen rot-weissen Fadenanhängseln auf sich hat.

Am 1. März, so wie in den nächsten Tage schenken sich die Leute rot-weiße Armbänder oder eine rot-weiße Fadenpuppen. Die rote männliche Puppe nennt man Pijo, die weisse weibliche Puppe - Penda. Die beiden sind als “Marteniza” berühmt. Nach der Legende ist “Baba Marta” (der weibliche Name von “Mart”) eine alte ärgerliche Frau, die im März herrscht und das Wetter nach ihrer Laune ändert.

Es gibt viele Legenden über das rot-weisse Symbol der Marteniza.

Vor hunderten Jahren reiste der protobulgarische Khan Isperih von seinem Haus in den fernen Tibetgebirgen ab, um ein neues fruchtbares Land für sein Volk zu finden. Er fuhr durch vielen Flüssen und Gebirgen und am Ende erreichte die slawischen Orten. Die Slawen traffen ihn als teueren Gast. Slawinen mit weissen Kleider brachten ihm Getränke. Die Tische waren reich bedeckt mit Speisen – alles, was dieses gesegnetes Land gebährt. Der Khan aber hatte Kummer für sein Zuhause und für die ihm nahestenden Leute – seine Mutter und seine Schwester Kalina. Er sass auf einem Flussufer und betete zu den Göttern und zu der Sonne um Wunder. Und das Wunder kam. Auf seine Schulter liess sich eine Schwalbe nieder. Der Khan erzählte dem Vogel von seinem Schmerz. Die Schwalbe flog nach den Orten, woraus die Protobulgaren gekommen sind. Sie erzählte Kalina mit menschlicher Stimme, dass ihr Bruder neues Land für sein Reich gefunden hatte und dass er sehr traurig war und sie grüsste.

Kalina war sehr froh und wollte Nachricht zu ihrem Bruder schicken. Sie machte ein grünes Sträusschen, drehte Wollefaden mit Grussknoten herum und schickte es per Schwalbe zu Isperih. Das Vogelchen war bald wieder auf seiner Schulter. Der Khan nahm das Sträusschen und auf den Knoten las er den Gruss von Kalina. Er befahl seinem Volk - jeder ein solches Sträusschen mit roten und weissen Faden zu machen und es am diesen Tag zur Gesundheit und Himmelsegen immer zu tragen. Das passierte am 1. März und ist bis heute als Tradition geblieben.

Es gibt auch eine christliche Legende über die Marteniza. Es passierte vor vielen Jahrhunderten, als die Leute froh waren und weisse Kleider trugen. An einem Frühlingsmorgen, am 1. März im Jahr, als Jesus geboren wurde, schnitt Jungfrau Maria einen Streifen von ihrem Kleid und färbte diesen mit ihrem jungfäulichen Blut. Dann drehte sie den roten Streifen mit einen weissen zusammen und schmückte mit ihre Brüste. Sie ging hinaus, um die erste Sonnenstrahlen zu treffen und dem Weltall von der heiligen Fruchtbarkeit, die sie erwartete, mitzuteilen. Und der Herr Jesus Christus war geboren.

Die Bulgaren glauben auch, dass die rot-weissen Martenizi “Baba Marta” mild stimmet, damit sie nicht zornig wird und keine Kälte schickt. So hoffen sie, dass der warme Frühling bald kommt.

Marteniza


Rosenoel

Rosenöl ist das teuerste ätherische Oel. Es wird gewonnen aus den Blütenblättern der Ölrose (Rosa damascena). Die Ölrose wird auch "Damaszener Rose" oder "Rose von Schirasch" genannt. Neben der Ölrose kommen noch die Rosa alba (Weisse Bauernrose) und die Rosa centifolia als an Rosenöl reiche Sorten in Betracht. Rosa alba wird oft um die Ölrosenfelder herum als Schutzpflanzung eingesetzt.

Die Blüten müssen in den frühen Morgenstunden gepflückt werden. Die Ausbeute beträgt nur 0,02-0,03 Prozent. 1 Tonne Rosenblüten liefert maximal 200-300 g Rosenöl. Die Hauptpflück- und Erntezeit der Rosenblüten ist von morgens um 4 Uhr bis um 9 Uhr. Je nach Temperatur wird bis gegen ca. 11 Uhr geerntet, ein späteres Pflücken wäre unzweckmäßig, da sich der Ölgehalt der Blüten aufgrund der ansteigenden Temperatur im Laufe des Tages verringert. Bis gegen Mittag sind schon ca. 30 - 40 Prozent, bis gegen Abend ca. 70 Prozent des Rosenöls verflüchtigt.

Die weitere Verarbeitung der Rosenblüten erfolgt in Kesseln, die bis zu fünf Tonnen Blüten aufnehmen. Die Blüten werden mit der vierfachen Menge entmineralisierten Wasser eingeweicht. Unter 1 bar Druck wird das Rosen Wasser Gemisch mit Wasserdampf von unten erwärmt und destiliert. Der aufsteigende Wasserdampf nimmt die duftenden Bestandteile der Rosenblüten auf, steigt nach oben und wird dann in die Kühlschlange übergeleitet und kondensiert dort. Das Kondensat sammelt sich als "fettes Wasser" in Form einer milchigen Flüssigkeit am Boden der Vorlage. In ihm sind wiederum ca. 300g "grünes Oel" enthalten (ausgehend von ca. sechs Tonnen Rosenblüten). Das "grüne Oel", das im ersten Destillationsvorgang gewonnen wird, ist die konzentrierteste und hochwertigste Form des ätherischen Rosenöls und verströmt einen intensieven Duft nach frischen Blüten. Der Restbestand an "fettem Wasser" wird in einem weiteren Arbeitschritt erneut destilliert. Hierbei enstehen aus dem "fetten Wasser" weitere 750g "gelbes Oel", ein Oel mit etwas geringerer Konzentration etwas schwächerem Rosenaroma. Zusammen mit dem "grünen Oel" wird es dekantiert und danach filtriert.

Rosenwasser
Als Ergebnis der Wasserdampfdestillation erhält man ein Destillat aus rosenölhaltigem Wasser (Rosenwasser) und dem obenauf schwimmenden reinen Rosenöl. Dieses Oel wird nun abgeschöpft und als 100% Rosenoel weiterverkauft. Durch die aufwändige gewinnung wird das Rosenoel für ca. 24'000.- CHFr pro Liter gehandelt.  Im Handel ist Rosenwasser häufig nur mit Paraben oder Natriumbenzoat konserviert erhältlich.
Rosenöl wird hauptsächlich in der Türkei, in Bulgarien und in Südfrankreich erzeugt. Die Ernte der Rosenblüten beginnt z.B. in Bulgarien um den 20. Mai und endet Mitte Juni.


Rosenoel

Rosenoel

Damaszener Rose
rose